Energiepreis-Trends für die Wohnungswirtschaft 

Die Kosten für Energieträger machen bei vielen Wohnungen den größten Teil der Nebenkosten aus. Strom-, Gas- und Heizölpreise unterliegen am Markt großen Schwankungen, die in den nächsten Jahren eher noch zunehmen werden. Im folgenden Artikel beleuchten wir, welche großen Trends in den nächsten Jahren auf Hausverwalter, Eigentümer und Mieter zukommen und ob Preissteigerungen zu erwarten sind. Der Energiepreis für die Wohnungswirtschaft wird sich auf jeden Fall verändern.  

Geopolitische Rahmenbedingungen 

Die geopolitischen Rahmenbedingungen sind 2026 gekennzeichnet durch große Unsicherheit. Neben dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine gibt es weitere Konflikte mit großen Auswirkungen auf die Energiepreise. Seit dem Angriff der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran sind die Preise für Gas, Benzin und Diesel auf dem Spotmarkt bereits stark gestiegen und bei einem andauernden Konflikt sind weitere Steigerungen möglich. Während sich gestiegene Beschaffungskosten bei Benzin und anderen Kraftstoffen schnell auf die tatsächlichen Preise auswirken, dauert es bei Gas meist etwas länger, bis die Tarife für Neukunden ansteigen. Da der Iran seine Angriffe inzwischen auf Gas- und Ölförderanlagen der Nachbarstaaten ausweitet, ist mit einer dauerhaften Reduktion insbesondere des Flüssiggasangebots zu rechnen. Deutschland selbst bezieht einen Großteil des Flüssiggases aus anderen Ländern (vor allem Norwegen und USA), dürfte aber bei einem kleineren Angebot auch von den Preissteigerungen betroffen sein. Entscheidend für den langfristigen Trend dürfte sein, wie sich der Konflikt im Nahen Osten entwickelt. 

Situation in Deutschland 

Die Situation in Deutschland ist zum Teil von der geopolitischen Situation abhängig, dazu kommen aber noch sich ändernde politische Rahmenbedingungen. In den nächsten Jahren wird die CO₂-Abgabe weiter ansteigen, bei anderen Kosten sind hingegen Entlastungen für Verbraucher geplant. Langfristig sollen auch Gebäude in Deutschland klimaneutral betrieben werden, auch wenn das Gebäudeenergiegesetz nun ein weiteres Mal angepasst werden soll und ein Teil der zusätzlichen Regelungen wieder zurückgenommen wird.

Wie entwickeln sich die Gaspreise in Deutschland? 

Die Gaspreise in Deutschland werden in den nächsten Jahren steigen. Das liegt an verschiedenen Faktoren, von denen wir die wichtigsten einmal kurz beleuchten wollen. Der erste wichtige Faktor ist die steigende CO₂-Abgabe. Wenn Emissionen mehr Geld kosten, wird automatisch auch Gas teurer. Hier bleibt allerdings noch abzuwarten, wie stark die Erhöhung ausfallen wird.

Entscheidender wird sein, wie sich die Anzahl der Gasheizungen in Deutschland verändert. Das Betreiben der Gasnetze verursacht hohe Fixkosten, die auf alle Anschlusspunkte verteilt werden. Wenn nun immer weniger Verbraucher an das Netz angeschlossen sind, müssen die Kosten auf weniger Stellen verteilt werden und das führt insgesamt zu steigenden Kosten. Die Energiepreis Zusammensetzung wird sich zukünftig verändern. Die Netzentgelte werden stärker steigen, während der reine Arbeitspreis abhängig von der CO₂-Abgabe nur moderat ansteigen dürfte.

In den nächsten Jahren wird das Heizen mit Gas also teurer werden und Hausverwalter sollten sich frühzeitig darauf einstellen, langfristig einen Tausch der Heizungsanlage zu begleiten und dabei gemeinsam mit den Eigentümern eine Strategie zu entwickeln, um die Nebenkosten für Wärme zu begrenzen.  

Wie entwickeln sich die Strompreise in Deutschland? 

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nimmt immer weiter zu und schon 2026 kommt ein Großteil des insgesamt verbrauchten Stroms aus regenerativen Energien wie Solar und Wind, die sich insgesamt sehr günstig produzieren lassen. Allerdings bedeutet das nicht unbedingt, dass die Strompreise in den nächsten Jahren sinken werden. Gemeinsam mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien müssen auch die Stromnetze ausgebaut werden – die Kosten werden wiederum auf alle Stromkunden umgelegt. 2026 betragen die durchschnittlichen Netzentgelte 9,3 Cent pro Kilowattstunde, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Der nordrhein-westfälische Netzbetreiber Westnetz verlangt 14,07 Cent pro kWh, während der niedersächsische Betreiber EWE nur bei 7,28 Cent pro kWh liegt.

Auch in Zukunft wird Deutschland einige Back-up-Kraftwerke für die Stromerzeugung benötigen, die nur einen kleinen Teil des Jahres tatsächlich laufen werden. Die Kosten für diese Kraftwerke werden langfristig Auswirkungen auf die Netzentgelte haben, sodass insgesamt von eher stabilen Strompreisen auszugehen ist. Anders als bei Gas wird sich die CO₂-Abgabe nur geringfügig auf die Strompreise auswirken – bei regenerativen Energien fällt sie gar nicht an.  

Preisentwicklung bei anderen Energieträgern – eine kurze Übersicht 

In der Wohnungswirtschaft gibt es noch andere Energieträger, die ebenfalls relevant sein können. Vor allem ist es Heizöl und in geringerem Umfang auch Fern- oder Nahwärme. Bei allen fossilen Energieträgern ist in den nächsten Jahren von steigenden Preisen auszugehen, in erster Linie durch die CO₂-Abgabe und teilweise auch durch die Verknappung des Angebots durch sinkende Nachfrage und Konflikte in Förderregionen. Hausverwalter können hier frühzeitig tätig werden und die Eigentümer der Immobilien auf einen Wechsel zu einem anderen Energieträger vorbereiten. Wer rechtzeitig anfängt, kann sich zusätzliche Förderungen durch Staat sichern und so vergleichsweise günstig auf regenerative Energien umstellen.  

Wie kann ich als Hausverwalter die besten Konditionen sichern? 

Als Hausverwalter kümmern Sie sich um die Verwaltung der Objekte und übernehmen in den meisten Fällen auch die Abrechnung der Nebenkosten und die Beschaffung von Energielieferverträgen für Ihre Mandanten. Gerade bei großen Immobilien mit vielen Wohnungen ist eine zentralisierte Beschaffung der Energie sinnvoller als viele Einzelverträge. Je größer die Energiemenge ist, die eine einzelne Immobilie benötigt, desto günstiger kann der Lieferant kalkulieren. Sicher können Sie selbst die besten Konditionen recherchieren, besser ist es aber, sich bei der Auswahl unterstützen zu lassen. 

Mit Energiemaklern sparen 

Energiehandel24.eu ist ein Energiemakler. Wir finden für Sie die besten Tarife und Verträge für die von Ihnen verwalteten Immobilien. Dabei greifen wir auf ein großes Netzwerk zurück und nutzen nicht nur die Standardtarife der Energielieferanten, sondern auch Spezialkonzepte für Hausverwaltungen. Gegebenenfalls führen wir Ausschreibungen für Sie durch oder nutzen spezielle Auktionsplattformen, um für Sie den besten Preis zu erhalten. Dabei geht unser Service weit über das hinaus, was ein einfaches Vergleichsportal bietet. 

Energiemakler oder Vergleichsportal – warum aktive Betreuung sinnvoller ist 

Vergleichsportale bieten Ihnen einen schnellen Überblick über verfügbare Standardtarife an der jeweiligen Postleitzahl des Objekts. Wenn Sie sich dort für einen Tarif entscheiden, leitet sie der Anbieter an den Lieferanten weiter und dann endet der Service. Energiemakler wie energiehandel24.eu bieten deutlich mehr. Wir unterstützen Sie aktiv bei der Wahl des besten Tarifs und achten dabei auch auf Konzepte, die auf dem freien Markt so nicht zu bekommen sind. Wir bewerten die Tarifbedingungen und schließen von vornherein Tarife aus, die nicht zu Ihnen und dem verwalteten Objekt passen. Wenn Sie sich für einen Wechsel entscheiden, unterstützen wir Sie bei der Beantragung und klären offene Fragen gemeinsam mit Ihnen und dem neuen Lieferanten. Auch während der Vertragslaufzeit können Sie uns jederzeit kontaktieren. Rechtzeitig vor dem Ablauf des Vertrags kümmern wir uns um eine Verlängerung zu passenden Konditionen.

Übrigens: Der Preis allein ist nicht ausschlaggebend für unsere Empfehlung. Wir finden für Sie ein Angebot, das einen günstigen Preis mit einem guten Bedingungswerk kombiniert und Ihnen langfristig eine hohe Versorgungssicherheit bietet.  

Fazit – Energiepreis-Trends nutzen und rechtzeitig die besten Konditionen sichern 

Wer sich als Hausverwalter rechtzeitig mit den Energiepreis-Trends beschäftigt, kann proaktiv handeln und für die verwalteten Objekte das Optimum herausholen. Länger laufende Verträge mit günstigen Preisen sichern Ihren Mandanten zufriedene Mieter, die nur angemessene Nebenkosten zahlen müssen. Stabile Preise sorgen zudem für weniger Wechsel in den Wohnungen und insgesamt einen geringeren Leerstand.

Mit einem Energiemakler an Ihrer Seite finden Sie immer den Tarif, der am besten zu den verwalteten Immobilien passt. Wir achten dabei nicht nur auf den reinen Endpreis, sondern auch auf die Zusammensetzung der Energiepreise und mögliche Zusatzklauseln in den Verträgen, die für Mehrkosten sorgen können. Informieren Sie sich jetzt unverbindlich und fordern Sie ein Vergleichsangebot für Ihre verwalteten Immobilien an.