Gaspreisentwicklung 2026 – Risiken für Mehrfamilienhäuser
Die Preise für Gas entwickeln sich dynamisch, meist in Abhängigkeit von den Ölpreisen auf den Weltmärkten. Die Gaspreisentwicklung für 2026 ist schwierig vorherzusagen – tendenziell sind aber steigende Preise zu erwarten. Abhängig von der Entwicklung entstehen gerade für Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit einer zentralen Gasheizung finanzielle Risiken, die wir näher beleuchten werden. Dazu zeigen wir Ihnen Lösungsansätze für eine störungsfreie Versorgung zu guten Konditionen.
Wie wird sich der Gaspreis 2026 entwickeln?
Der Gaspreis 2026 hat sich im Vergleich zu 2025 grundsätzlich nur wenig verändert. Laut der Analyse des BDEW liegt der durchschnittliche Preis für eine kWh Gas bei Mehrfamilienhäusern bei 10,56 Cent. Im Vorjahr waren es noch 11,43 Cent. Ein Grund für den niedrigeren Preis ist der komplette Wegfall der Gasspeicherumlage, die 2025 noch 0,29 Cent betrug. Die CO₂-Abgabe ist dafür um 0,17 Cent auf 1,14 Cent gestiegen. Die restliche Preissenkung ergibt sich aus der gesunkenen Mehrwertsteuer. Für Einfamilienhäuser liegt der durchschnittliche Preis mit 11,1 Cent noch etwas höher. 2026 wird der Gaspreis vor allem von globalen Risiken abhängig sein.
Der angegebene Durchschnittspreis sowohl für Ein- als auch für Mehrfamilienhäuser liegt deutlich höher als die günstigsten Preise für Neukunden bei bundesweit aktiven Anbietern. Hier sind für kleinere Immobilien Preise von unter 9 Cent pro kWh Gas möglich, bei Mehrfamilienhäusern kann der Tarif noch darunter liegen.
Globale Risiken
Durch den Angriff Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran ist der Transit von Flüssiggas und Öl durch die Straße von Hormus, die als Nadelöhr für die globalen Lieferwege gilt, im März 2026 gestört. Sollte sich eine längerfristige Störung der Handelsströme durch einen andauernden Konflikt ergeben, dürfte der Gaspreis noch in diesem Jahr deutlich steigen und damit auch die Konditionen für Gasheizungsbesitzer verschlechtern. Einige Länder im Nahen Osten mussten aufgrund des Konfliktes die Förderung drosseln oder sogar komplett einstellen, sodass mit einer Verknappung des Angebots zu rechnen ist. Der Preis für eine Megawattstunde Gas liegt Anfang März bei 60 Euro und damit so hoch wie seit über einem Jahr nicht mehr. Zu Beginn des Ukrainekriegs lagen die Gaspreise auf den Spotmärkten allerdings bei weit über 300 Euro pro MWh, von diesen Höchstständen ist der Markt derzeit noch weit entfernt.
Hauptbezugsquellen Deutschlands
Eine Gasmangellage ist nicht völlig ausgeschlossen, aber derzeit sehr unwahrscheinlich. Den Großteil seines Gases bezieht Deutschland nicht aus den derzeit betroffenen Ländern, sondern aus den USA, Norwegen, den Niederlanden und Belgien, teilweise über Pipelines, teilweise als Flüssiggas (LNG). Die Versorgung wird auch im weiteren Jahresverlauf gesichert sein. Wenn das Gesamtangebot auf dem Markt aber sinkt, steigen die Preise automatisch.
Weitere Entwicklung des Gasmarktes bis 2030
Die Tendenz für die Gaspreise in den nächsten Jahren ist klar steigend. Zum einen wird die CO₂-Abgabe in den nächsten Jahren höher werden, weil die Preise für Emissionszertifikate steigen, zum anderen werden in den nächsten Jahren immer mehr Gasheizungen durch Anlagen mit anderen Heiztechniken ersetzt werden. Die Kosten für den Betrieb des Gasnetzes sind aber unabhängig von der Anzahl der angeschlossenen Haushalte, sodass sich bei sinkenden Abnehmern die Netzentgelte für die verbleibenden Anschlüsse erhöhen. Die Agora Energiewende hat dazu eine Studie erstellt. Im schlechtesten Fall würden die Netzentgelte bis 2045 so stark steigen, dass eine kWh Gas durchschnittlich 47 Cent kosten würde. Damit ist eine Gasheizung dann in jedem Fall unwirtschaftlich.
Risiken für Mehrfamilienhäuser – Lieferverträge zum falschen Zeitpunkt
Bei Mehrfamilienhäusern mit einer höheren Gasabnahme entscheiden sich Hausverwaltungen und Eigentümer häufig für länger laufende Verträge, um die Nebenkosten für die Mieter über einen längeren Zeitraum stabil zu halten. Problematisch ist das immer dann, wenn die bestehenden Verträge auslaufen und zu einem schlechten Zeitpunkt neu verhandelt werden müssen. Wer kurz nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs einen neuen Liefervertrag schließen musste, zahlt deutlich mehr als jemand, der vor Ausbruch des Krieges einen neuen Vertrag verhandelt hat. Höhere Nebenkosten und viele Nachzahlungen sorgen nicht nur für einen erhöhten Arbeitsaufwand, sondern auch für unzufriedene Mieter und gegebenenfalls eine höhere Mieterfluktuation und einen längeren Leerstand der Immobilien.
Weitere Risiken für Mehrfamilienhäuser
Klar ist: Die Gaspreise werden langfristig steigen und das sorgt für weitere Risiken bei Mehrfamilienhäusern. Der oder die Eigentümer sind verantwortlich für den Betrieb der Heizung. In der aktuellen Situation sind Gasheizungen noch wirtschaftlich, aber das werden sie vermutlich in einigen Jahren nicht mehr sein. Wenn die Nebenkosten steigen, steigt auch das Ausfallrisiko für den Vermieter – wenn der Mieter die Kosten nicht mehr tragen kann, zahlt er nicht. Gerade ältere, schlecht gedämmte Mehrfamilienhäuser können so zu einer echten Kostenfalle werden – sowohl für Mieter als auch für Vermieter. Mit einer vernünftigen Planung und gut ausgehandelten Lieferverträgen können Sie als Hausverwalter dazu beitragen, die Gesamtkosten für Mieter und Vermieter im Rahmen zu halten.
Wie verhindern Hausverwalter schlechte Konditionen bei Gaslieferverträgen?
Als Hausverwalter kümmern Sie sich auch um die entsprechenden Energielieferverträge der von Ihnen verwalteten Objekte. Dafür treffen Sie Absprachen mit den Eigentümern und entscheiden eigenverantwortlich, wer der passende Anbieter sein könnte. Wir unterstützen Sie dabei, den besten Anbieter zu finden.
Energiemakler vs. Vergleichsportal
Energiehandel24.eu ist ein Energiemakler. Wir sondieren jederzeit den Markt und vergleichen die Angebote der verschiedenen Anbieter miteinander. Grundsätzlich macht das ein Vergleichsportal auch. Bei diesem erhalten Sie aber nicht den Service, den Sie bei uns bekommen. Wir stellen Ihnen nicht nur die Preise gegenüber, sondern prüfen die Anbieter auch auf Zuverlässigkeit, die allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Stabilität des Unternehmens insgesamt. Dazu unterstützen wir Sie beim gesamten Wechselprozess und können bei Problemen oder zusätzlichen Fragestellungen schnell eingreifen.
Darüber hinaus stehen Energiemaklern noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Wir können Ihre Lieferverträge deutschlandweit ausschreiben und über Auktionsplattformen optimal vermarkten. Das alles bieten Vergleichsportale nicht.
Zudem profitieren Sie von unserer Expertise. Wir kennen nicht nur die Standardangebote der Unternehmen, sondern auch spezielle Branchentarife und Sonderkonditionen für Hausverwalter. Mit einem Rahmenvertrag sparen Sie gerade bei großen Immobilien mit einem hohen Gasverbrauch.
Wir sind für Sie da!
Energiehandel24.eu hat eine langjährige Erfahrung im Bereich des Energiehandels. Mit unserer Expertise finden Sie den besten Gasanbieter für die verwalteten Objekte Ihrer Hausverwaltung. Dabei unterstützen wir Sie von Anfang an. Wir ermitteln die beste Option für Ihre Verträge und begleiten Sie beim Wechsel zum neuen Anbieter. Probleme und zusätzliche Fragestellungen lösen wir gemeinsam und auch, wenn es beim neuen Gaslieferanten einmal haken sollte, sind wir für Sie da. Informieren Sie sich gleich unverbindlich über unser Angebot.
Fazit – steigende Gaspreise 2026 sind wahrscheinlich
Die Gaspreise werden 2026 und auch in den folgenden Jahren höchstwahrscheinlich steigen. Daraus ergeben sich Risiken für Mehrfamilienhäuser, die aktuell noch mit Gasheizungen beheizt werden. Wer jetzt als Hausverwalter rechtzeitig gegensteuert und in Zusammenarbeit mit einem professionellen Energiemakler die Energielieferverträge für die verwalteten Objekte neu strukturiert, kann niedrigere Preise erzielen und zusätzlich für eine höhere Mieterzufriedenheit sorgen. Langfristig steigern stabile Nebenkosten außerdem den Ertrag für die Eigentümer der Immobilien, da die Fluktuation unter den Mietern geringer ist.



